Pilger beim Papst



Markus Clouth: als Helfer und Pilger von Köln aus in Berlin


Kevin Le Phu fährt einen Rollstuhlfahrer von Regensburg zum Papst nach Berlin

Kevin Le Phu fährt mit einem Rollstuhlfahrer zum Papst.

Kevin Le Phu fährt mit einem Rollstuhlfahrer zum Papst.

Eine besonders kleine Pilgergruppe macht sich am Donnerstag, 22. September, um 10.30 Uhr von Regensburg aus auf den Weg nach Berlin: Kevin Le Phu, FSJler bei den Regensburger Maltesern im Fahrdienst, fährt mit einem Kollegen einen Rollstuhlfahrer im Behindertentransporter zur heiligen Messe mit dem Papst.

Und das kam so: Der Regensburger Domvikar Monsignore Thomas Pinzer pilgert mit einer Gruppe zum Papst nach Berlin, kann aber im Bus den Rollstuhlfahrer, der nicht umgesetzt werden kann, nicht mitnehmen. Aber der wollte doch so gernen. Also fragte Pinzer seine Regensburger Malteser, die wiederum Kevin Le Phu fragten, der nicht nur im Fahrdienst sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) leistet, sondern auch die Qualifikation zum Einsatzsanitäter hat.

"Mache ich sofort", war die Reaktion des 19-Jährigen, der nach dem FSJ Soziale Arbeit studieren möchte. Für diesen freien Pilgertag, der mit der Rückkehr nach Regensburg vermutlich erst in den Morgenstunden des Freitag enden wird, investiert Kevin Le Phu alle seine Überstunden.


Stefan und Kerstin Weiland aus der Hamburger PSNV-Gruppe

Stefan J. Weiland

Kerstin Weiland

Stefan Weiland schreibt am 21. September aus Hamburg: "Meine Frau Kerstin und ich nehmen morgen mit den Maltesern an der Pilgerfahrt nach Berlin zur heiligen Messe mit dem Heiligen Vater teil. Wir sind Mitglieder der PSNV-Gruppe (Psychosoziale Notfallversorgung/Einsatznachsorge) in Hamburg und kümmern uns um Helfer nach belastenden Einsätzen. Diese Gruppe, die es in anderen Diözesen bereits seit längerem gibt, ist unter dem Eindruck der Erfahrungen bei der Duisburger Loveparade auch in Hamburg entstanden.

Kerstin ist als Psychologin und durch ihre Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen für diese Gruppe prädestiniert. Ich selbst arbeite in einer Schweizer Privatbank, habe ursprünglich unter anderem katholische Theologie studiert und kann vor diesem Hintergrund einige Erfahrungen einbringen.

In knapp vier Wochen erwarten wir unser erstes Kind (ein kleines Mädchen) und vielleicht haben wir Glück, und Papst Benedikt segnet unsere Kleine im Mutterbauch. :-)

Wir sind seit drei Jahren verheiratet und freuen uns mit dem Papstbesuch auf einen religiösen Höhepunkt. Denn der Papst als für Katholiken oberste Autorität in Glaubens- und Sittenfragen ist für uns Vorbild und Wegweiser. Dass wir zudem auch noch einen deutschen Papst begrüssen dürfen, ist uns eine doppelte Freude. Pro Ecclesia et Pontifice!"

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